Dreamworks All-Star Kart Racing – Test / Review –

    Dreamworks All-Star Kart Racing

    Dreamworks All-Star Kart Racing bringt eine ganze Menge der bekannten Dreamworks-Helden auf die Rennstrecke. Wieviel Spaß in dem Fun-Racer steckt, verraten wir Euch in unserem Test.

    Dreamworks All-Star Kart Racing

    Shrek in einem Kart? Moment mal, das hatten wir doch schon. Genau! Vor rund 12 Jahren durften sich bereits die Helden der Dreamworks-Filme rasante Kart-Rennen liefern. 2011 brausten die Dreamwork All-Stars im Spiel von Activision noch über die Wii und den 3DS sowie Xbox 360 und PS3.

    2023 zeichnen sich die Macher von Bamtang Games für den neuesten Fun-Racer verantwortlich, die sich bereits vorher mit den Nickelodeon-All-Stars auf die Kart-Bahn begeben hatten. Jetzt sind also die Dreamworks Helden dran.

    Fahrer und Fahrzeuge

    Die Fahrerliste zeigt uns wirklich einige der beliebtesten Figuren aus den bekannten Filmen. 20 Charaktere stehen zur Auswahl, die Ihr natürlich erst einmal wieder freispielen müsst. Mit dabei sind Figuren aus der Shrek-Filmreihe, aus Kung Fu Panda, Madagascar, Megamind, The Boss Baby und Trolls. Dreamwork-Fans dürften sicherlich noch einige Helden und Filme vermissen, aber die Auswahl ist schon ganz ordentlich.

    Die Karts sind den Fahrern recht kreativ angepasst. So hat z.B. Shreks Kart Holzräder und Sumpf-Baumstamm-Optik. Ein wenig Mitgestalten könnt Ihr über verschiedene Bauteilgruppen, die Ihr im Laufe des Spiels freischaltet. Prinzipiell sind dies allerdings nur kleine optische Veränderungen und nur wenig Optimierung der Leistung des eigenen Karts. Eine tiefgehende Tuning-Option wäre in einem Fun-Racer vermutlich auch Fehl am Platz.

    Streckendesign

    Das Streckendesign orientiert sich an bekannten Schauplätzen aus den Filmen. So geht es durch Far Far Away oder den Oger-Sumpf, durch die Geisterwelt von Kung Fu Panda oder durch die bunte Trollwelt des Pop Village. Dies macht zunächst optisch richtig was her, allerdings macht sich auch genau hier das erste Mal der Eindruck breit, dass dieses Spiel irgendwie nicht mehr ganz up-to-date ist. Ihr fahrt nämlich alle drei Runden brav der gleichen Streckenführung nach. Zwar gibt es einige vorgesehene Abkürzungen, aber die Piste geht letztlich halt doch immer nur im Kreis.

    Die erwähnten Abkürzungen zeigen sich in Form einer Lyra/Harfe. Sobald Ihr diese eingesammelt habt, öffnet sich eine Alternativstrecke, die „magische Spur“, an deren Ende wieder eine Harfe wartet und die Strecke fortführt. Wer alle drei Instrumente erfolgreich einsammelt, erhält zum Schluss noch ein Item und einen kleinen Turboboost.

    Ansonsten lassen die Strecken keinerlei eigene Erkundungen zu. Das Dreamworks-Logo angelt Euch geschickt zurück, falls Ihr die Strecke verfehlen solltet.

    Tutorial und Steuerung

    Versierte Kart-Rennfahrer sollten sich recht schnell zurechtfinden. Das anfängliche Tutorial durch Shrek und Donkey vermittelt Euch alles, was Ihr im späteren Rennverlauf braucht. Neben den Standards wie Beschleunigen, Driften, Springen, Boosten und der Einsatz von Items, bekommt Ihr auch den Erwerb von Spezialfähigkeiten erklärt.

    Prinzipiell geht es hierbei auch nur um das Einsammeln der auf der Strecke verteilten Musiknoten. Füllt sich durch diese die Anzeige, könnt Ihr einen Extra-Boost auslösen.

    Die Steuerung insgesamt ist also recht simpel, die Reaktionen der Karts und deren Fahrverhalten hingegen zeigen sich gewöhnungsbedürftig. Kommt man z. B. mitten im Drift auf schlammigen Untergrund, bricht sofort der Driftvorgang komplett ab und befördert das Kart dann ganz gerne in die entgegengesetzte Richtung. So ganz in den „flow“ kommt man daher nur ganz selten. Alles ist eher zäh, klobig und wirkt veraltet.

    Items dürfen natürlich auch nicht fehlen. Diese stecken in kleinen Kisten mit dem Dreamworks-Logo. Hier gibt es u. a. Geschwindigkeitsboosts und auch Gegenstände, welche Eure Gegner ausbremsen. Es dauert jedoch eine ganze Weile, bis man die Wirkung der verschiedenen Items kennt, da deren Wirkweisen nicht immer direkt logisch oder ersichtlich sind. Zwar könnt Ihr Euch die 16 Items im Hauptmenu anschauen, allerdings hatten wir auch nach mehreren Spielstunden immer noch Probleme uns an alles im Detail zu erinnern. Ganz ehrlich: hier wäre weniger mehr gewesen!

    Grafik und Sound 

    Die Grafik hinterlässt einen ganz ordentlichen Eindruck, wenngleich die Gestaltung der Strecken hier den Großteil der Punkte einsammelt. Die Animationen sind nicht immer flüssig und eine neue, unbekannte Strecke birgt auch aufgrund der schwammigen Darstellung durchaus unerfreuliche Überraschungen. Was zunächst als Fahrbahn wirkt, entpuppt sich als Schlamm, der einem den gesamten Schwung raubt. Auf der XBox Series X liefen die Rennen dafür relativ ruckelfrei. Insgesamt wirkt alles sehr reizüberflutend. Es blitzt und blinkt und ist grell und bunt, was zumeist eher ablenkend und auf Dauer auch nervig ist.

    Die Hintergrundmusik ist leider nicht den Filmen entnommen. Hier hätten sich die Machern aus einem großen Repertoire bedienen können. Dagegen scheppert einem nun ein recht simpler Soundtrack entgegen. „Hintergrundmusik“ ist da wirklich das einzige Wort, welches mir dazu einfällt.

    Die englische Sprachausgabe ist schlichtweg grauenvoll. Fangen wir bei den Stimmen an. Bei manchen Figuren fällt der fehlende Originalsprecher gar nicht so sehr auf, bei vielen anderen dafür umso mehr. Außerdem nerven die häufig wiederholten Kommentare der Figuren derart, dass wir die Sprachausgabe recht bald deaktiviert haben. Das ist allerdings auch wieder extrem schade, da diese Soundfiles sogar recht clever implementiert sind. So reagiert Euer Fahrer auf Gegner durchaus mit der Nennung deren Namen, wenn ihm diese zu dicht auf die Pelle rücken.

    Spielmodi 

    Ihr könnt zwischen Einzelspielermodus, Multiplayer und Online wählen.

    Solisten können im Einzelspielermodus zwischen Herausforderungsmodi, Zeitfahren, freies Rennen und Meisterschaften wählen.

    Erst im Multiplayer konnten wir dann endlich den Fun im Racer entdecken. Ein wenig altmodisch im Splitscreen gegeneinander im heimischen Wohnzimmer, lassen sich durchaus spaßige Gefechte mit Freunden aus dem Spiel herausholen. Nett ist hierbei außerdem, dass es auch für die jüngeren Mitspieler einfachere Schwierigkeitsstufen gibt.

    Fazit

    Als Fan der Figuren konnten mich insbesondere die Schauplätze der Rennen begeistern. Jedoch sind die Strecken eher repetitiv und auch relativ kurz. Im Mehrspielermodus hatten wir dann durchaus Spaß. Allerdings kann das Gesamtpaket einfach nicht überzeugen. Immer wieder taucht der Satz „da hätte man aber…“ auf. Irgendwie fehlt der letzte Feinschliff und es fühlt sich eher nach Beta-Test, als nach einem fertigen Spiel an. Es gibt eben bereits richtig viele, gute und besser durchdachte Kart-Racer auf allen Systemen, als dass man den Titel unbedingt braucht. Leider gibt es daher für DreamWorks All-Star Kart Racing daher keinen Platz auf dem Siegertreppchen. Die Leistung reicht diesmal nur für das Mittelfeld.

    Dreamworks All-Star Kart Racing ist seit dem 3. November 2023 für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch und PC erhältlich.

    Wir bedanken uns beim Publisher für die kostenlose Bereitstellung eines Codes für die XBox Series X.

    Bildquelle: Bamtang Games

    Ich bin Nintendo-Fan der ersten Stunde und darf mich hier bei den Spieletests und in der News-Sektion austoben. Ich spiele mich gerne durch meine Retrogames-Sammlung, erfreue mich aber auch an den neuesten Spielen für meine Nintendo Switch.