Deponia (iPad) Test / Review

    Obwohl Deponia bereits vor mehr als 3 Jahren erstmals für Windows PC erschien, schafft es das Abenteuer erst jetzt auf das Tablet. Eigentlich sind Point-and-Click Adventures ja geradezu prädestiniert für eine Touchscreen-Steuerung, doch nun – besser spät als nie – hat es der Kulttitel aus dem Hause Daedalic nun auf das iPad geschafft. Ob wir auch wirklich Spaß hatten? Dafür lest ihr am besten weiter…

    Rufus der Tollpatsch

    Worum geht es eigentlich in Deponia? Wir spielen Rufus, der auf dem namensgebenden Müllplanten Deponia haust und davon träumt zur fliegenden Stadt Elysium auszuwandern. Dabei gibt es nur ein Problem: wie? Am besten natürlich mit einer selbstgebastelten Rakete, die jedoch nicht ganz dort landet, wo er wollte. Bei diesem Fluchtversuch treffen wir dann auf die hübsche Goal, die einer Verschwörung auf die Spur gekommen ist. Leider verliert diese kurz nach dem Besuch von Rufus ihr Gedächtnis (woran natürlich Rufus schuld ist), und wir begeben uns auf die Suche nach der Wahrheit. Dies alles geschieht schon in der ersten Stunde von Deponia, spätere Ereignisse stellen jedoch vieles auf den Kopf, wir treffen auf neue Freunde (wie Bozo, den Schrottkutterkapitän), neue Feinde und das Ende ist – in der Form absolut nicht vorhersehbar. Da es noch zwei weitere Teile gibt könnt ihr euch aber wohl vorstellen, dass die Endsequenz als Cliffhanger aufgebaut ist.

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    Berühr mich

    War Deponia bereits am PC hervorragend, ist die Touchscreen-Steuerung noch intuitiver. Wir berühren einfach das Objekt, das wir verwenden wollen und wählen dann die Aktion. Lediglich das Inventar ist etwas zu klein geraten. Um nämlich ein Gerät oder ähnliches zu verwenden, müssen wir dieses zunächst in der unteren Ablage auswählen, dann erst können wir es auch kombinieren. Da wir oftmals sehr viele Gegenstände besitzen kann es so unübersichtlich werden. Haben wir uns aber erstmals mit der Steuerung angefreundet, wird das Spielgeschehen wesentlich flüssiger. Wenn wir mal nicht wissen, welche interaktiven Elemente es im Bild gibt, genügt ein Klick auf das Fragezeichen und alle relevanten Punkte werden hervorgehoben.

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    2D in schön

    Deponia sieht auf dem Tablet mindestens genauso gut aus, wie auf dem „großen“ Bildschirm. Alle Details wurden 1:1 übertragen, wodurch wir auch die Anspielungen auf andere Spiele und Filme gut erkennen können. Da die benutzbaren Objekte gut sichtbar platziert sind und eigentlich auch ohne Hilfe-Funktion ein wenig herausstechen kommen wir unkompliziert zum Ziel. Dabei solltet ihr auf keinen Fall die Dialoge überspringen, denn diese machen einen Großteil der Atmosphäre aus. Egal ob es nun Filmzitate sind, die mal kurz eingestreut werden, oder Storyschnipsel, die wir einfach nicht verpassen sollten.

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    Fazit

    Daedalics Adventure besitzt – wenn überhaupt – nur einen Kritikpunkt: Wenn ihr Adventure-Fans seid, und einen PC besitzt, werdet ihr Deponia wahrscheinlich schon besitzen. Die iPad-Version unterscheidet sich dann nur marginal (durch die bessere Steuerung) vom großen Vorbild. Wer das Spiel jedoch noch nicht gespielt hat, sollte die knapp 10 Euro investieren um eines der besten Abenteuer-Spiele der letzten Jahre zu erleben. Witz, Spannung, Rätsel, all dies macht uns auch in der Tablet-Variante immer noch Spaß. Vor allem für eine längere Zugfahrt ist Deponia zu empfehlen, dann vergehen die ca. 10 Stunden auch „wie im Flug“. Hoffen wir, dass es Chaos auf Deponia und Goodbye Deponia auch noch aufs Tab schaffen, dann dürfen wir nämlich die komplette Trilogie (nochmal) spielen.

    Ich bin seit den Atari VCS Zeiten leidenschaftlicher Gamer und spiele besonders gerne Retro-Games, Sport, Adventure, Action und eigentlich alle möglichen Genres. Seit 2002 bin ich auch als Redakteur tätig und seit kurzem bei Game2gether und hoffe die Kollegen hier gut unterstützen zu können.