Raytracing in Control – Der direkte Vergleich

Und es werde Licht, Schatten, Reflexionen… Nein, doch, OH! Immer mehr Spiele auf dem PC-Spielemarkt unterstützen Raytracing. Genau aus diesem Grund schauen wir uns das neue Spiel „Control“ aus dem Hause Remedy Entertainment genauer an und werden euch, wie auch schon bei Metro und Shadow of the Tomb Raider ein paar eindrucksvolle RTX OFF/RTX ON Vergleiche präsentieren.

Control könnte man aktuell als das Nonplus Ultra unter den Raytracing Games bezeichnen, denn hier wurde alles nur Erdenkliche ins Spiel implementiert, was Raytracing aktuell hergibt. Wer braucht schon Techdemos, wenn man direkt in einem Spiel Raytracing in vollen Zügen genießen kann.

RTX ON: Getestet haben wir das ganze in einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixel und maximalen Settings, die das Spiel hergibt. Ohne Raytracing schaut das Spiel schon super aus und läuft auch ziemlich rund, doch wehe man schaltet Raytracing in höchsten Settings an, dann merkt man deutlich das man unter 60 FPS spielt. Allerdings reden wir hier auch von 3440 x 1440 Pixeln und nicht FHD. Unter FHD Auflösung ist das alles etwas entspannter. Verwendet wurden ein i9-9900K @5.3 GHz und eine RTX 2080 Ti mit Bios-MOD die mit 2160 MHz taktet. Wenn man hier alles auf Stock-Settings laufen lässt, ist das Szenario sogar noch etwas extremer.
*DLSS ON: Neben Raytracing bietet „Control“ ebenfalls die Option an, DLSS zu aktivieren. In den bisherigen Titeln war DLSS nicht so der Überflieger, doch Control ist wahrlich das erste Spiel mit RayTracing und DLSS, welches die Messlatte extrem weit oben ansiedelt. Nicht nur, dass das Spiel mit Raytracing verdammt gut ausschaut, nein, auch DLSS funktioniert hier ausgezeichnet. In unserem Test haben wir „Control“ in einer Auflösung von 3440 x 1440 gespielt und haben mit aktivierten Raytracing einige Framedrops im Spielverlauf erleben müssen. Doch genau an dieser Stelle kommt DLSS ins Spiel, denn aktiviert man nun DLSS, bekommt man nahezu alle verlorenen Frames, die man mit Raytracing verloren hat, wieder zurück. Raytracing und keine Framedrops sind also möglich. Die Texturen werden hier allerdings „nur“ noch in einer Auflösung von 2293 x 960 gerendet, was im ersten Moment nach ziemlich wenig ausschaut.

Doch schaut man sich die diversen Areale mit DLSS noch mal genauer an, so merkt man recht schnell, dass das nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Spiel nun matschiger, verschwommener oder kurz gesagt schlechter aussieht. Wir waren wirklich überrascht, wie ähnlich die Texturen trotz der deutliche niedrigeren Auflösung wirken. Im Spielgeschehen merkt man kaum einen Unterschied, lediglich wenn man es darauf anlegt, einen Unterschied festzustellen, sieht man diesen aber auch. Aber man muss wirklich schon sehr genau hinschauen.

Control ist so mit der erste Titel, der fünf Raytracing Effekte zum Besten gibt und ebenfalls mit DLSS eine gute Figur macht.

*Nachtrag 24.09.2019

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder recht herzlich bei Nvidia für die Bereitstellung des Spiels bedanken und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Über Control:

Als eine unbekannte Bedrohung in eine geheime New Yorker Behörde eindringt und dir die Rolle der Direktorin übertragen wird, erwartet dich ein harter Kampf, um die Kontrolle zurückzuerlangen.

Im neuen übernatürlichen 3rd-Person-Action-Adventure von Remedy Entertainment erwartet dich die Herausforderung, eine Mischung aus übermenschlichen Kräften, anpassbaren Bewaffnungen und unbeständigen Umgebungen zu meistern, während du dich durch eine unvorhersehbare Welt mit Tiefgang kämpfst.

Control ist die Geschichte von Jesse Faden und ihrer Suche nach Antworten, als sie in die Rolle der Direktorin hineinwachsen muss. Die Welt von Control birgt ihre eigene Geschichte, ebenso wie die Verbündeten, die Jesse auf ihrer Reise begegnen. Gemeinsam mit ihren Agenten arbeitet Jesse daran, seltsame Experimente und Geheimnisse ans Licht zu bringen.

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Nach dem wir nun das Spiel komplett durchgezockt haben, werden wir uns erneut ein paar Orte anschauen, in dem die Raytracing Effekte bemerkenswert dargestellt werden. Bei einigen Bildern sind die Details direkt sichtbar, aber wir haben uns auch ein paar Räume/Orte ausgesucht, bei denen man schon einen zweiten Blick riskieren muss.

Wir befinden uns im Besprechungsraum, zu dem wir immer wieder im Verlauf des Spielgeschehens zurückkehren um unseren neuen Erkenntnisse mit einem Agenten zu teilen, dem wir auch das eine oder andere Geheimnis über uns erzählen, aber natürlich immer mit bedacht, denn eigentlich soll niemand unseren wahren Grund erfahren, wieso wir das FBC aufgesucht haben. Aber mehr wollen wir an dieser Stelle nicht spoilern, und werden uns nun ganz der Raytracing-Technologie widmen.

Im Besprechungsraum schauen wir uns spannenderweise eine Holzwand an, denn hier bekommt man einen ersten Einblick in die Raytracingwirkung im Spiel „Control“. RTX OFF und die Holzwand scheint von einem Riesenlichtstrahl einfach stumpf und punktuell beleuchtet zu werden. Doch schaltet man hier auf RTX ON, so sieht man was wirklich Sache ist. Denn eigentlich sind es lediglich die Deckenlampen und die Bildschirme, welche man auch links im Bild noch zum Teil sieht. Man sieht hier klar die Differenzierung der einzelnen Lichtquellen.

Auf der Suche nach dem doch scheinbar sehr unheimlichen Hausmeister Ahti, haben wir den auf dem ersten Blick unscheinbaren Boden entdeckt und dachten uns, da die Räumlichkeit doch eine durchaus starke Deckenbeleuchtung hat, dass das sicher einen Blick wert ist, an dieser Stelle Raytracing zu aktivieren. Und siehe da, der Boden schaut nun wie frisch gebohnert, gewachst und mit der Politurmaschine auf Hochglanz gebracht.

Wir befinden uns noch immer auf der Suche nach dem Hausmeister Ahti und passieren dabei eine Halle, die uns in vier Himmelsrichtungen gehen lässt. Schon ohne Raytracing macht diese Halle, rein optisch Einiges her, doch sobald man Raytracing aktiviert, erstrahlt ein Glanzparadies, bei dem Meister Propper ganz neidisch werden würde. Auch die Schatten bei den Gräsern wirkt einfach mit Raytracing deutlich realistischer.

Wenn sich die Dame mal wieder bestaunen möchte, benötigt sie kein Spiegel, denn dank Raytracing geht dies auch anders. Auf dem Weg zur Ritualabteilung und vielen verschlossenen Türen haben wir dieses große Fenster gefunden, wo sich eine Art Lagerraum befindet. Ohne RTX wirkt alles sehr düster und langweilig aus, doch dank der Raytracing Technologie erstrahlt alles ein wenig mehr auf und wir sehen uns sogar im Fenster und könnten glatt das Schminkköfferchen auspacken.

Bei diesem Vergleich liegt der Fokus ganz klar auf dem Boden, wo man den kleinen weißen Punkt sieht. Aber ihr solltet auch mal einen Blick oberhalb der großen Treppe und dem Gerät zu unserer linken werfen. Direkt drei Bereiche an dem Raytracing wahre wunder bewirkt, auch wenn wir gestehen müssen, die Front von dem Gerät links von uns wirft doch ein paar Fragen auf, denn der RTX Effekt ist nach unseren Geschmack doch ein wenig zu extrem.

Ohne großartig spoilern zu wollen, aber hier in dem Areal war eben noch die Hölle auf Erden los. Wir wurden von einer Anomalie mit kleinen Propangaspullen beworfen und mussten uns immer wieder hinter einer Deckung verstecken, um heile und gesund auf der anderen Seite anzukommen. Nach dem wir unser Ziel erreicht haben, haben wir die große Blutlache entdeckt und haben uns überlegt, ob und wie Raytracing hier einen Einfluss hat. Also kurzerhand in das Menu gegangen und RTX ON aktiviert und wir waren wirklich überrascht, wie gut die Umgebung und gerade das Geländer im Blut zu erkennen sind.

Auf der Suche nach dem Wieso, finden wir immer weitere tolle Orte und Orte die eine sehr große Gefahr beherbergen. So auch dieses Areal, wo wir auf unseren ersten großen Gegner treffen. Nach dem wir diesen zur Strecke gebracht haben, haben wir uns ein wenig umgeschaut, um eine Stelle für Raytracing zu finden, die sich lohnt, um in einem Bild verewigt zu werden. Büro neben Büro, wie es nun mal so in einer Behörde aussieht und dank der ausgeklügelten Beleuchtung, bekommt man hier ein richtig schönes RTX ON Bild geliefert. Nicht nur der Boden sieht dank der Beleuchtung einfach phänomenal aus, auch die Objekte, welche man in der Verglasung gespiegelt bekommt, wirken einfach klasse.

Ein Stuhl im Glaskasten? Ja die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt, doch wieso es diesen Raum hier gibt, möchten wir an der Stelle nicht verraten. Doch dieser Raum ist sehr wichtig für den Spielverlauf. Dieser Raum befindet sich auf einer Plattform, welcher nur über eine lange und schmale Brück zu erreichen ist. Ringsherum und eine dunkle Leere wie man sich es nur vorstellen kann. Dank der Beleuchtung und Raytracing, spiegelt sich die Objekte im Raum in jede Himmelsrichtung aus und man kann diese Objekte im Glas bewundern. Sehr bemerkenswert gestaltet.

Ein Verbrennungsofen auch Hochtouren, der förmlich dazu einlädt ein schickes Raytracing Bild zu erhaschen. Vor uns in der Pfütze sieht man wie gewohnt Objekte und das Feuer leicht gespiegelt dargestellt. Doch dieses Szenario hat noch so viel mehr zu bieten, wenn man sich einfach mal nach links und rechts umschaut. Raytracing ist eben nicht nur Licht und Reflexionen, sondern beherrscht ebenfalls ein perfektes und realitätsnahes Schattenverhalten. Eines der wenigen Szenen, wo man das volle Potenzial im Spiel „Control“ und der Technologie Raytracing erleben kann.

Wir haben endlich die Kontrollstation gefunden und haben wieder ein tolles Bild für alle Raytracing Fanbois da draußen geschossen. Im ersten Moment könnte man zwar meinen, dass das hier falsch herum gekennzeichnet wurde, aber dem ist nicht so. Auch wenn das rot bei RTX OFF viel ausgeprägter erscheint, so sieht man bei RTX ON direkt, dass das realistischer wirkt, denn wieso sollten rote Displays so eine starke Leuchtkraft besitzen um den Boden so dermaßen übertrieben zum Leuchten zu bringen.

Ich muss zerstören! Nach einem heftigen Kampf gegen einen weiteren größeren Gegner, schaut der Raum nicht mehr ganz heile aus, denn wir haben ein wenig mit unserer Kraft gespielt und haben ein paar Objekte durch die Gegend geworfen um das Schild vom Gegner schneller kaputt zu bekommen. Aber eine schöne Kulisse ist es in jedem Fall geworden und passend für ein RTX ON Bild. Mit Raytracing wirken die Schatten wieder deutlich logischer und auch die Spiegelung auf dem Boden, sowie die Reflexionen runden das ganzen Szenario ab.

Im ersten Moment waren wir etwas von dem hohen Kontrast geschockt, denn so hell wie dieser Raum war bisher keiner und auch im späteren Spielverlauf, findet man solche hellen Bereiche eher nicht mehr vor. Dennoch haben wir den Versuch gestartet und haben einfach mal Daytrading aktiviert, um zu schauen, was denn alles passieren wird. Auch hier zeigt sich wieder die wundervolle Pracht von Daytrading. Nicht nur die besseren Schatten sind zu erkennen, nein, auch spiegeln sich die Objekte auf dem glänzenden Boden. Und zu guter Letzt, wenn man einen Blick auf die Verglasung wirft, wird man schon fast verrückt vor lauter Objekte die zu erkennen sind. Ein richtiges schönes RTX ON Bild, auch wenn die Helligkeit des Raumes eher nicht zum restlichen Spiel passt, aber nun gut. Auf zum nächsten Bild, versprochen auch wieder in der eher dunkleren Atmosphäre.

Ein langer Korridor, wo sich jeweils auf der linken und rechten Seite Räume befinden, wie dieser, den man nun direkt vor uns sieht. In jedem Raum befinden sich andere Objekte und man stellt sich die Frage, wozu das Ganze. Denn storytechnisch passiert hier eher nichts. Aber für ein RTX ON Bild eignet sich das ganze Perfekt. Mit Raytracing haben wir wieder das gewohnte Bild mit dem schöneren Schatten und vor allen Dingen den Spiegelungen von Objekten auf dem Boden. Auch wenn man einen Blick nach links wirft, wo sich ebenfalls eine solche Kammer befindet, kann man wundervoll den Effekt von Raytracing bewundern.

Neues Areal, neues Glück. Ein Areal was förmlich dazu einlädt ein Vergleich zu starten, denn wir haben zum einen wieder den glänzenden Boden, welcher zur rechten Seite hin ein wenig ramponiert ist und zum anderen haben wir verschiedene Lichtquellen, wie das Rotlicht, den beiden Deckenlampen in den mittleren Räumen vor uns und das grüne Licht auf dem Bildschirm zu unserer linken. Schon ohne Raytracing schaut es einfach Hammer aus, doch gnade Dir Gott, wenn du Raytracing aktivierst, dann fällt einem fast die Kinnlade herunter. Beim linken Raum sind die Schatten gerade zur linken Wand einfach perfekt umgesetzt wurden und zum anderen erstrahlt der Boden wie auf der Kirmes. Auch die anderen drei Räume müssen sich nicht verstecken, denn auch hier wurde dank Raytracing ordentlich gezaubert. Hier kann man wirklich eine gefühlte Ewigkeit stehen bleiben und einfach das gesehene genießen. Chapeau.

Zum Abschluss haben wir sogar noch ein Bereich gefunden der ein wenig freundlicher wirkt, wenn man mal von den schwebenden Menschen absieht. Denn noch wurde das Böse nicht besiegt und so schweben immer wieder übernommene Menschen durch die Gegend. Aber das soll uns ja nicht davon abhalten tolle Raytracing Bilder zu schießen. Und wir haben es kaum für möglich gehalten, im Spiel „Control“ mal soviel Pflanzen, in Form von Bäumen und so weiter zu Gesicht zu bekommen. Zu mal man bedenken muss, dass das noch immer im inneren des Gebäudes ist. Aber nun gut, lassen wir mal die Floskeln und sinnlosen Fakten außen vor und schalten doch einfach mal Raytracing an und schauen, was genau passiert. Wie wir finden schon eine extreme Veränderung die hier passiert. Hätten wir nun ein Zelt dabei, könnte man glatt ein Campinglager aufschlagen.

Mit diesen letzten Worten verabschiede ich mich auch direkt und hoffe doch sehr, dass euch die Vergleiche aus dem neuen Spiel „Control“ so sehr gefallen wir mir. Hoffentlich sehen wir uns auch beim nächsten Vergleich wieder und wünsche euch noch einen schönen Tag.

Wie auch bei den bisherigen Vergleichen, liefern wir euch ein paar Bilder, an denen ihr einfach mal selber schauen könnt, ob ihr alle Effekte direkt auf dem ersten Blick erkennt, die mit aktivierten Raytracing sichtbar werden.

 

Ein wundervolles Spiel aus dem Hause Remedy Entertainment, so viel steht fest. Auch fernab von Raytracing, hat es uns ein riesen Spaß bereitet uns durch die Story zu ballern. Gerade aber die Fähigkeiten machen enorm Spaß, wenn man einfach mal einen Container mit seiner Kraft anheben kann und durch die Gegend werfen kann und dabei alles zerstört, was sich in den Weg stellt. Man merkt hier auch deutlich, dass das Spiel von Remedy Entertainment stammt, die damals schon für Spiele wie Max Payne zuständig waren, denn das Zerstörungspotenzial ist gewaltig. Einfach eine Mordsgaudi.

Nun bin ich knapp 6 Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Management. Online erkennt man mich unter dem Pseudonym "eXilitY" oder RaketenJohnny.