Cyborg R.A.T. 9 – Test / Review

Die Rückkehr der Cyber-Ratte

Wozu eine Maus, wenn man eine Ratte haben kann? Das mussten sich wohl die Namensgeber der Rat-Serie gedacht haben. Und in der Tat ist die Cyborg R.A.T. 9 tatsächlich sogar eine fette Ratte, im Vergleich zu ihren Konkurrenz-Mäusen, wenn man sie zum ersten Mal in der Hand hat, dank dem Kampfgewicht von satten 235 Gramm mit Akku.

Pimp my mouse

Die große gelungene Verpackung der R.A.T. 9 lässt in ihrem Show-Case auf viel hoffen und enttäuscht den Käufer nicht. Im Inneren befindet sich eine Aufbewahrungsbox für drei verschiedene Handflächenauflagen und in der gleichen Anzahl verschiedene Fingerauflagen im unterschiedlichen Design und Oberflächenbeschaffenheit für optimalen Halt. Zudem befinden sich für die Gewichtsanpassung mehrere Gewichte im Lieferumfang. Eine Treiber-CD sucht man allerdings vergebens. Diese muss man auf der Herstellerseite herunterladen. Dennoch funktioniert die Maus dank der Windows 7 Treiber-Datenbank von Anfang an inklusiver DPI-Umstellung.

Mit der herausschraubbaren Rändelschraube auf der Rückseite der Maus lassen sich nicht nur die verschiedenen Fingerauflagen entfernen, sondern auch die Ergonomie blitzschnell für große und kleine rechte Hände anpassen. So lässt sich die Handballenauflage in der Länge verlängern und die Daumenauflage in Position der Längsachse und sogar im Winkel anpassen. Alle sechs Gewichtssteine von je sechs Gramm lassen sich in kompletter Anzahl auf der unteren Rückseite individuell anbringen und ebenfalls dank Rändelsystem schnell auswechseln.

Verarbeitung

Die R.A.T. 9 ist sehr hochwertig verarbeitet und dank Alu-Chassis sehr stabil. Nichts klappert und auch das Klicken fällt nicht unangenehm auf. Das Mausrad ist groß, rutschfest und bietet beim hektischen Spielen gutes Feedback. Die Gleit-Pads flutschen hervorragend über den Arbeitsbereich. Allerdings raten wir mit vollem Kampfgewicht unbedingt zu einem Gaming-Mauspad für optimale Gleitbeschaffenheit. Die Wechseleinsätze für die Fingerauflagen bieten eine Version mit entweder Softtouch-Oberfläche oder rutschfestem Gummi. Die Maus und sämtliche Einzelteile wiesen keine Verarbeitungsmängel auf.

Technik für anspruchsvolle Gamer

Die Funkmaus hat eine sehr hohe Reichweite, die locker über acht Meter reicht, falls jemand in großem Abstand auf dem Beamer spielen will, dank ausfall- und verzögerungsfreier Funkübertragung von 2,4 GHz. Der Lasersensor bietet eine 4-stufige Abtastrate von 25 bis 5600 DPI bei 1000 Hz. Die fünf programmierbaren Tasten lassen sich in drei verschiedenen Profilen abspeichern. Allerdings lassen sich die DPI-Werte innerhalb der Profile nicht individuell anpassen und bleiben immer bei der selben vierfachen Abstufung. Die Sendeeinheit ist zugleich die Ladestation, welche einen der beiden Akkus lädt, während der andere in Betrieb ist. Im Gegensatz zur Microsoft X8 lässt sich der Spezial-Akku nicht durch einen anderen handelsüblichen Akku ersetzen. Auch die Möglichkeit, die R.A.T. 9 kurzzeitig als Kabelmaus anzustöpseln, steht leider aus. Der Erwerb eines Ersatzakkus ist bist dato nicht möglich, was bei sinkender Akkulaufzeit nach Garantie zwangsweise zum Neukauf einer R.A.T. 9 führt.

Praxistest

Als Präzisionsinstrument musste sich die RAT 9 in Modern-Warfare 3 und Battlefield 3 unter Beweis stellen. Sowie bei hektischen Bewegung als auch sensiblen Scharfschützeneinlagen diente der Cyborg-Nager jederzeit exzellent, selbst bei Extrembewegungen verlor die RAT 9 nicht an Präzision und dank am Daumen befindlicher Aim-Taste waren auch punktgenaue Zieleinlagen in hektischen Situationen ein Kinderspiel. Dank der perfekten Ergonomie war stundenlanges Spielen nie ein Problem. Das Schwächeln des Akkus wird durch Blinken bei der DPI-Anzeige angezeigt. Ein Display für den genauen Akkustatus wäre in dieser Preisklasse allerdings besser gewesen. Dennoch hält der Akku locker acht Stunden aus, bis dieser nach kurzer Pause gewechselt ist.