Crucial P1 1000GB NVMe SSD – Test / Review

    Verpackung / Zubehör:..

    Die Verpackung macht auf dem ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Auf der Vorderseite sieht man neben der Modelbezeichnung noch die Speicherkapazität, in unserem Fall die P1 mit 1TB Speicher. Eine Abbildung der P1 gibt es nicht leider nicht, schade denn bei den SSD Verpackungen war immer das Produkt noch zu sehen. Auf der Rückseite gibt es ebenfalls nicht allzu viele Informationen, lediglich ein kurzer Hinweis zur Data Transfer Software. Der deutlich sichtbare Hinweis zur neuen fünf Jahre Garantie ist nicht zu übersehen.

    Dann öffnen wir die Verpackung und schauen uns den Lieferumfang etwas genauer an, auch wenn dieser bekannterweise bei M.2 SSDs keine Überraschungen parat halten wird. Da es sich hier um eine SSD im M.2 Format handelt, benötigt man auch kein Zubehör. Dies zeigt sich auch beim Blick in das Innere der Verpackung. Die Crucial P1 1000GB wird gut geschützt in ein Kunststoff Blister-Inlay gepackt und darüber hinaus befindet sich noch ein kleines „Handbuch“ im Lieferumfang.

    Wie gesagt ein richtiges Handbuch liegt der Crucial P1 nicht bei, doch immerhin gibt es einen Get Started Flyer zum Aufklappen. Hier ist das Hauptaugenmerkmal der Hinweis auf einen Link, der zur Crucial Webseite verweist. Ein kleiner Hinweis zur Data Transfer Software, Installation Guide, Optimierung/Firmware, Community, Kundenbetreuung, Rücksendungen und Garantie wird hier nur als Wort kurz aufgegliedert. Wer hier also nähere Informationen haben möchte, muss die beiden abgedruckten Links besuchen und sich dort das Handbuch, die Software und so weiter herunterladen. Wie man die Crucial P1 einbaut, findet ihr in der Regel immer im Handbuch vom Mainboardhersteller, wenn das Board über einen M.2 Slot verfügt.

    Verarbeitung und Design:..

    Dieser Abschnitt der Review wird ungewohnt kurz ausfallen, denn bei einer M.2 SSD gibt es nun mal nicht viel zu zeigen. Bei der Crucial P1 1000GB handelt es sich um eine Singlesided M.2 SSD, so mit fällt die Rückseite der Crucial P1 1000GB wenig spektakulär aus. Das Design in Form von dem PCB kommt in einem klassischen und zeitlosen schwarz daher und strotzt nur so vor Understatement. Eine M.2 ist schon ein wahres Monster und ein Kampfzwerg unter den Hardwarekomponenten.

    Die Speichermodule der Crucial P1 1000GB sitzen fest und stabil an ihrem vorgesehenen Platz und es sind keinerlei optische Mängel zu erkennen. Ein Wunder der Technik mit sauberer Verarbeitung, hier hat Crucial seinen Job mehr als nur gut gemacht. Ich finde es schade, dass man auf der Rückseite keine kleine Kupferschicht aufgeklebt hat, um ein paar Grad bei den Temperaturen einzusparen. Doch dies scheint aktuell nur ein Hersteller zu machen.

    Ein Leben auf der Überholspur?:

    Mit der Crucial P1 1000GB kann man ganz bequem den Blinker setzen, auf die linke Spur wechseln und dort bleiben, jedenfalls bis eine schnellere M.2 NVMe im Rückspiegel erscheint. So in etwa, könnt ihr euch die Performance einer Crucial P1 1000GB vorstellen. Die Crucial P1 1000GB wird über PCI-E x4 angebunden und erreicht so folgende maximal Werte. Lese -und Schreibraten von 2000MB/s im Lesen -und 1700MB/s im Schreiben. PCI-E x4 könnte aber wesentlich mehr gehen, denn hier ist erst bei knapp über 3900MB/s schluss, daher bin ich gespannt, ob Crucial hier später noch einen drauf legen wird. Man muss auch berücksichtigen, dass dies die erste Crucial SSD ist, welche das NVMe Protokoll verwendet und es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen.

    Auflistung der PCIe Geschwindigkeiten:..

    PCIe 3.0 x1 985 MB/s
    PCIe 3.0 x2 1969 MB/s
    PCIe 3.0 x4 3938 MB/s
    PCIe 3.0 x8 7877 MB/s
    PCIe 3.0 x16 15754 MB/s

    Technische Daten:..

    • Hersteller – Crucial
    • Kapazität – 1000
    • Formfaktor: M.2 2280
    • Schnittstelle: M.2/M-Key (PCIe 3.0 x4)
    • lesen: 2000MB/s
    • schreiben: 1700MB/s
    • IOPS 4K lesen/schreiben: 170k/?240k
    • Speicherzellen: 3D-NAND QLC, Micron, 64 Layer
    • Controller: Silicon Motion SM2263EN, 4 Kanäle
    • Cache: 1GB (DDR3)
    • Langlebigkeit: 200TBW
    • Protokoll: NVMe 1.3
    • Leistungsaufnahme: 8W (maximal), 0.8W (Betrieb), 0.08W (Leerlauf)
    • Abmessungen: 80x22x3.65mm
    • Herstellergarantie: 5 Jahre

    Testsystem:…

    • CASE: Thermaltake Core X71
    • PSU: bequiet! Dark Power Pro 11 750W
    • MOB: MSI Z370 Gaming M5
    • CPU: Intel Core i7-8700K
    • FAN: Alphacool Custom Loop (separate GPU/CPU)
    • GPU: KFA2 GTX 1080 Ti EXOC
    • RAM: Apacer Blade 32GB DDR4-3600 CL16
    • M.2: Samsung 960 EVO 250GB @System
    • SSD: Crucial MX500 1TB @Gamez
    • HDD: Western Digital Black 6TB @Filez
    • Audio: Creative Sound Blaster ZxR

    Software :…

    • Windows 10 Pro 1803 (17134.441)
    • Intel Management Engine Driver 12.0.1140
    • Intel Chipset Device Software 10.1.17711.8088
    • NVIDIA GeForce 416.94
    • AIDA64 Extreme
    • Anvil Benchmark
    • AS SSD Benchmark
    • ATTO Disk Benchmark
    • Crystal Disk Mark
    • TXbench

    Syntetische Benchmarks:..

    In den nachfolgenden Benchmarks werde ich die neue Western Digital Black 500GB NVMe durch einen Parkour aus den bekanntesten Benchmarktools jagen um herauszufinden, wo sich die WD Black 500GB platzieren wird. Die Herstellerangaben werden schließlich nicht immer erreicht. Doch gibt es auch Kandidaten die im Benchmark, höhere Werte erreichen.

    AIDA64:..

    So finden Sie ganz schnell heraus, welche Soundkarte, welche Festplatte und welcher Prozessor in Ihrem Rechner verbaut wurde. Außerdem wird die installierte Software angezeigt – inklusive Autostart- und Deinstallations-Manager. Darüber hinaus, kann AIDA64 mit diversen Benchmark Tools überzeugen, egal ob Festplatten, SSD’s oder Arbeitsspeicher. Mit AIDA64 kann man so ziemlich alles abdecken.

    Anvil Storage:..

    Mit dem kostenlosen Tool Anvil’s Storage Utilities fühlen Sie Ihrer Festplatte auf den Zahn und finden heraus, wie schnell sie wirklich ist. Die Gratis-Software Anvil’s Storage Utilities ist ein festplatten-Benchmark für SSDs wie auch für herkömmliche Festplatten. Die Freeware misst nicht nur die Lese- und Schreibtransferraten in bis zu sechs verschiedenen Clustergrößen, sondern auch die Anzahl der Ein- und Ausgabebefehle, die das Laufwerk pro Sekunde abarbeiten kann. Hier schneiden SSDs dank schnellerer Zugriffszeiten in der Regel besser ab als herkömmliche Speicherlaufwerke. Auf den integrierten Endurance-Test sollten Besitzer einer SSD-Festplatte allerdings verzichten, da dieser Verschleißtest die Lebensdauer Ihrer SSD stark herabsetzen kann.

    AS SSD:..

    Das Benchmark-Tool AS SSD Benchmark bietet verschiedene Funktionen und Tests, um Solid State Drives (SSD-Festplatten) auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Programm verfügt über sechs synthetische Tests sowie drei Kopier-Tests, die allesamt ohne Nutzung des Betriebssytem-Caches durchgeführt werden. Am Ende eines jeden Tests stehen mehrere Werte, die Auskunft über die Lese- und Schreibgeschwindigkeit sowie die Gesamtperformance und die Zugriffszeiten geben. Um diese Werte ausgeben zu können, ermittelt AS SSD Benchmark beispielsweise die Schreibperformance mittels eines Schreibzugrifftests, der zahlreiche Schreiboperationen und Kopiertests durchführt. Zudem wird auch die 4k- und die 4k-64Thrd-Leserate in den Tests berücksichtigt. Darüber hinaus führt das Tool einen Kompressionstest durch und gibt die Ergebnisse in Form einer Grafik aus. Für herkömmliche Festplatten ist das Tool nicht geeignet.

    ATTO:..

    „ATTO Disk Benchmark“ ist zwar schon etwas betagt, gehört dennoch zu den populärsten Festplatten-Benchmark-Programmen, die kostenlos angeboten werden. Die Freeware misst speziell die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten Ihrer Festplatten. Mit den ermittelten Werten kann dann die Performance Ihrer Festplatte eingeschätzt werden. Das macht Sinn, wenn Sie gebrauchte Festplatten oder einen ganzen Computer erwerben und ihn erst einmal auf seine Leistungsfähigkeit untersuchen wollen. Es lassen sich genaue Einstellungen zu verschiedenen Parameter vornehmen. Die gemessenen Ergebnisse werden übersichtlich in einer Grafik dargestellt.

    Crystal Disk Mark:..

    CrystalDiskMark testet die Lese- und Schreibgeschwindigkeit Ihrer Festplatten anhand dreier Testverfahren. Um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen, schreibt und liest das kostenlose Tool in der Größe variierbare Datenblöcke von vier und 512 Kilobyte umfassenden Einheiten. Die gemessenen Werte führen zu einem Testergebnis, das Sie bei Bedarf in Textform in andere Anwendungen einfügen können.Wer will, kann CrystalDiskMark dank mitgelieferter Skins einen anderen Anstrich verpassen.

    TxBench:..

    Mit TxBench kann man wie bei allen anderen Programmen jegliche SSD, HDD und andere Laufwerke testen. Es misst nicht nur die Leistung, sondern führt auch detaillierte Geschwindigkeitsmessungen auf der Grundlage bestimmter Zugriffsmuster und Langzeitmessungen durch. Man sieht bei TxBench auch aktivierte Features und S.M.A.R.T Informationen.

    Vergleichsdiagramme:..

    Nachdem ich nun die neue Crucial P1 1000GB NVMe ausführlich durch meinen Benchmarkparkour gezimmert habe, ist es langsam aber sicher Zeit für die Diagramme. Die Werte die nun in den Diagrammen gelandet sind, sind Durchschnittswerte, da ich jeden Test drei mal durchgeführt habe um ein Lucky oder Worst Test auszuschließen.

    Fazit:..

    Mit der neuen P1 hat Crucial seine erste NVMe SSD im M.2 Format herausgebracht und kann überzeugen, auch wenn sie nicht mit den Top-Playern in diesem Segment mithalten kann. Jeder Anfang ist schwer, dennoch macht die P1 Lust auf mehr, denn die Geschwindigkeit ist im Vergleich zu einer herkömmlichen SSD enorm. Die Crucial P1 musste sich gegen den Hausherren Samsung stellen, aber auch gegen ein Neues Produkt aus dem Hause Western Digital. Beide Konkurrenten waren zwar schneller im Test, kosten dafür aber auch mehr Geld. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, muss man eingestehen, dass Sequientelle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten nur auf dem Blatt Papier gut aussehen. Einen Vorteil hat man in den meisten Spielen innerhalb des NVMe SSDs Segments eher keine. Denn bei den Ladezeiten von Spielen, kommt es eben nicht auf diese ach so hohe und tolle Zahl an. Hier werden erst 4K Blücke interessant, und hier schlägt sich die Crucial P1 extrem gut. Die Crucial P1 hat hier das Beste Ergebnis überhaupt bei uns erreicht. Der Normalwert liegt eher bei 45-50MB/s, doch die Crucial P1 erreicht fast 60MB/s.

    Preislich ist die Crucial aktuell im 1TB Segment sehr gut aufgestellt, denn man bekommt diese laut Geizhals.de schon ab 172 Euro. Wenn man sich hier im Vergleich die Konkurrenz anschaut, fallen mindestens 30 Euro mehr an, damit man auch eine schnellere NVMe bekommt. Wenn man allerdings auf Produkte von Samsung setzen möchte, ist der Sprung mit 80 Euro doch ziemlich ordentlich. Wer nun auf der Suche nach einer günstigen und guten NVME SSD mit 1TB Speicherkapazität ist, sollte sich die Crucial P1 in jedem Fall anschauen. Aktuell kriegt man für das Geld keine andere NVMe SSD die so Leistungsstark ist.

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    Nun bin ich knapp 6 Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Management. Online erkennt man mich unter dem Pseudonym "eXilitY" oder RaketenJohnny.